Wärmedämmung & Schimmel

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Hilft Wärmedämmung?

Ein Grund für Schimmelentstehung sind (zu) kühle Wände. Denn in einem Raum kondensiert Luftfeuchte an den Stellen wo es kühl ist. Die Folge: Feuchte Wände, es bildet sich Schimmel. Da liegt der Gedanke nahe, mit einer Fassadendämmung gleich zwei Fliegen mit einer Klappe zu schlagen: Man spart Energiekosten, und den Schimmel kann man gleich mit beseitigen.

Hilft Wärmedämmung gegen Schimmel?

Wärmedämmung und Fassadenverkleidung

Wärmedämmung gegen Schimmel - lesen Sie hier:

Fassadenverkleidung und die Kosten

Was die Kosteneinsparung von Wärmedämmungs-Maßnahmen angeht, da häufen sich in letzter Zeit kritische Stimmen. Manche reden sogar von einer regelrechten Wärmedämmungs-Euphorie, die sich in den letzten Jahrzehnte breit gemacht hätte.
Nun muß man nicht soweit gehen und dahinter nur ein künstlich gepushtes Thema einer mächtigen Baustoffindustrie- und Fassadenplatten Lobby vermuten. Wenn man mit einer Hausdämmung Energie (und somit Rohstoffe) einsparen kann, dann ist das erstmal gut - und zwar für die Natur. Doch eine markante Aussage stammt von Prof. Dr. Harald Simons, Professor für Volkswirtschaftslehre an der Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig, der es 2014 wie folgt auf den Punkt bringt: "Von besonderen Einzelfällen abgesehen ist die energetische Sanierung unwirtschaftlich. Die eingesparten Energiekosten decken die Investitionskosten nicht." (Zitiert nach: Bundesministerium für Wirtschaft und Energie BMWi).
Fest steht: Die Kosten einer Wärmedämmung sind erheblich. Vollwärmeschutz sollte daher immer innerhalb eines Gesamtkonzeptes stattfinden. Man wird eine derartige Isolation nicht allein wegen Schimmelbefall machen.


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Info: Wärmedämmverbundsysteme

Ein modernes Wärmedämmverbundsystem (WDVS) ist aufwändig, das gilt für organische wie synthetische Dämmstoffe gleichermaßen. Die Dämmplatten müssen an der Aussenwand angebracht werden (Montage erfolgt per verdübeln, verkleben, oder Schienensystem); darauf kommt zunächst die Putzträgerschicht, und dann der Oberputz. Vorgehängte hinterlüftete Fassaden sind eine Alternative zur Wärmedämmung aussen, aber ebenfalls aufwändig. Ob eine Fassadenverkleidung also Heizkosten sparen wird, muss im Einzelfall mit dem spitzen Stift gerechnet werden. Die Diskussionen um die Rentabilität von Dämm-Maßnahmen werden jedenfalls kontrovers geführt; und es ist unzweifelhaft ein Verdienst eben solcher kritischen Stimmen wie oben, die bisweilen gebetsmühlenhaft vorgetragene Gleichung "Wärmedämmung rechnet sich" zu hinterfragen.



Innendämmung gegen Schimmel?

Und wie verhält es sich mit einer Wärmedämmung innen? Natürlich halten innen gedämmte Wände die Wärme im Gebäude, was vice versa bedeutet, dass aufgrund der Isolierung die Aussenwände kühler sein können als bei nicht isolierten Altbauten. Dass somit Schimmel oder Algen an Aussenfassaden (einfacher) entstehen können, ist bei einer Innendämmung nicht ganz von der Hand zu weisen. Allerdings sind moderne Putze oder Fassadenfarben darauf ausgelegt, dem vorzubeugen; und zudem ist Schimmel ja etwas, dass vor allem innerhalb der Wohnung zum Problem wird, Stichworte: Mangelhafte Belüftung und gesundheitliche Belastung.


Dampfbremse als aktiver Schimmelschutz

Eine Dampfbremse bietet Schutz vor Schimmel, weil sie dafür sorgt, dass nicht zuviel Feuchtigkeit von innen aus der Wohnung in die Dämmschicht gelangt. Andernfalls kann Kondenswasser im Dämmmaterial auf Dauer zur Schimmelbildung führen, bei Wänden genauso wie bei einer Dachdämmung. Üblich sind Dampfbremsfolien; die sind aber nicht komplett undurchlässig, sondern gelten mit einem Sd-Wert < 1500 m nur als "diffusionshemmend". Andernfalls spricht man von einer Dampfsperre. Nur die ist im Sinne des Wortes "dicht", was je nach Bausubstanz aber auch vonnöten sein kann. Dampfbremsen sind daher sinnvoll insbesondere bei einer Dachisolierung oder der Wärmedämmung innen.

Sd Wert

Begriff aus der Bauphysik, der für "wasserdampfdiffusionsäquivalente Luftschichtdicke" steht. Vereinfacht gesagt, ist dieses Wortungetüm ein Maß für den Widerstand eines Baustoffes gegenüber Wasserdampf. Je höher der Sd Wert, desto weniger Dampf wird durchgelassen.

Die Anbringung der Folie erfolgt stets auf der beheizten Seite der Dämmung und muß sorgfältig ausgeführt werden. Schon kleinste Risse beeinträchtigen die Funktion. Das gilt auch nach der Montage. Vor allem eine Dachbodendämmung sollte regelmäßig inspiziert werden, denn unter dem Dach richten sich gern mal unliebsame Gäste ein wie Marder oder Waschbären, und die können einigen Schaden anrichten.

Vorsicht bei Altbausanierung

Ein weiterer Punkt bei Gebäudesanierungen: Manche Maßnahmen zur Wärmedämmung können sich als Bumerang erweisen, wenn sie nicht fachgerecht durchgeführt werden. Werden etwa moderne luftdichte Fenster eingebaut, aber die Renovierung kein Konzept für ausreichende Lüftung vorsieht, dann kann kein Luftaustausch mehr stattfinden und man holt sich den Schimmel quasi durch die Hintertür wieder ins Haus. Denn was früher die alten Fenster erledigten (Stichwort: "zugiger Altbau"), entfällt nun; Luftfeuchte kann nicht mehr nach aussen transportiert werden. Die Folge: Schimmelbefall.

Ratgeber Wärmedämmung: Tipps & Entscheidungshilfen

  • Dämmplatten an der Aussenfassade sind nicht automatisch eine rentable Angelegenheit. Eine genaue Kosten-Ersparnis Rechnung ist nötig.
  • Maßnahmen können bezuschusst werden durch das KfW Förderprogramm "Energieeffizient Sanieren". Informationen gibt es direkt bei der KfW oder der Hausbank
  • Wenn sowieso der Putz bröckelt, oder die Fassade gestrichen werden muss, dann lohnt es sich, auch über eine Dämmung von Wand oder Dach nachzudenken. Das Baugerüst steht ja schon.
  • Besitzer von Altbauten kommen sowieso nicht um eine Sanierung herum, dafür sorgen schon die Regelungen der Energieeinsparverordnung (EnEV).
  • Bei der Dachdämmung unterscheidet man nach Aufsparrendämmung, Untersparrendämmung, oder Zwischensparrendämmung:
    - Untersparrendämmung: Günstig, verkleinert aber Wohnraum resp. Dachboden
    - Zwischensparrendämmung: Oft der goldene Mittelweg
    - Aufsparrendämmung: Am aufwändigsten, aber effektiv. Geht zwar nicht auf Kosten der
    Wohnraumgröße, dafür liegt hinterher das komplette Dach höher.

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