Test Schimmel Messgeräte

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Die besten Thermodetektoren im Test und Vergleich

Im weiten Feld der Schimmelmessgeräte haben sich Laser basierte Thermodetektoren nicht ohne Grund zur populärsten Methode der Schimmelmessung entwickelt. Sie liefern schnelle Ergebnisse, sind handlich, und für Laien wie Profis gleichermaßen geeignet. Wir haben uns einige der interessantesten Geräte am Markt angeschaut. Wie funktionieren sie, was taugen sie als Schimmel Messgeräte, was ist für wen geeignet? Die besten Thermodetektoren im Test und Vergleich!

Das Gesamtergebnis im Überblick:

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Hersteller / Modell
Technische Daten

Empfehlung in Partnerschaft mit:

Bosch PTD 1 Thermodetektor

Messbereich: Oberflächen -20 bis + 200°C; Umgebung - 10 bis + 40°C; rel. Luftfeuchte 10 - 90 %

Top Gerät, zuverlässig, einfach zu bedienen:
Meine Empfehlung als Architekt!


Testboy TV 328

Messbereich: -20 bis +350°C mit Infrarot; -10 bis +40°C mit Umgebungsfühler

Gutes Taupunkt-
Ermittlungs-Gerät zur Vorbeugung von Wärmebrücken und Schimmelbildung. Liegt preislich aber etwas über dem Bosch



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TROTEC Pyrometer-Taupunktscanner BP25

Messbereich: -50 bis 260 °C; Luftfeuchtigkeit: 0-100%

Pyrometer Taupunkt-
Scanner. Mißt Oberflächen-
Temperatur, Raumtemperatur und Luftfeuchtigkeit. Preistipp!


Kaleas Infrarot KlimaDetector m. Schimmelwarner

Messbereiche: AT: -10 bis + 40°C; RH: 10 bis 90%; IR: -50 bis + 350°C

Ebenfalls ein preisgünstiges Gerät zur Messung von Lufttemperatur, relativer Luftfeuchte und Wandtemperatur per Infrarot-Technik


Bosch Thermodetektor GIS 1000 C Professional

Messbereich: -40 - +1000 °C; 50:1 Optik; Bluetooth Funktion

Sozusagen der große Bruder des Bosch PLD 1. High-End Gerät für Profis, das höchsten Ansprüchen genügt.


Testo 835-H1

Messbereich: -30 bis +600 °C (Infrarot), Luftfeuchte: 0 - 100 %rF, 4-Punkt-Laser, 50:1 Optik

Ebenfalls ein Top Messgerät v.a. für Profis wie Bausachverständige oder Gutachter


Ratgeber Thermodetektoren - lesen Sie hier:

Definition Schimmelmessgerät

Eine Begriffsklärung ist wichtig, denn Apparate wie Methoden sind höchst unterschiedlich.
Bei der klassischen Analyse von realem Schimmelbefall werden Proben entnommen und in einem Labortest untersucht. Verfahren sind etwa die Luftkeimmessung, Kontaktproben, Sedimentationsproben, Raumklima- und Bauteilmessungen per Hygrometer (Feuchtigkeitsmesser), oder Taupunktmessgeräte. Durchgeführt von Bausachverständigen oder Schimmel-Experten, liefert ein solcher Schimmeltest in der Summe belastbare Zahlen, etwa über die Art und Konzentration der Schimmpelsporen, oder die Belastung in der Wohnung. Wichtig sind solche Ergebnisse vor allem bei handfesten Rechtsstreitigkeiten, Miet- oder Versicherungsfragen.
Zum andern kann man Umgebungsbedingungen analysieren und dann hieraus ein Gefährdungspotential ableiten. Thermodetektoren gehören dieser Kategorie an. Um diese Geräte geht es hier. Allen Geräten ist gemein, dass sie über eine Warnfunktion verfügen. Eine optische und/oder akustische Warnmeldung zeigt an, wann und wo ein hohes Risiko der Schimmelbildung besteht. Deshalb heißen sie umgangssprachlich auch Schimmel-Detektoren oder Schimmel-Messer. Doch auch wenn, je nach Handbuch und Hersteller, die Apparate über einen Schimmelwarn-Modus, Schimmel Detektor Modus, oder ähnliches verfügen: Ein Thermodetektor ist kein Schimmelmessgerät im engeren Sinne. Es werden keine Schimmelsporen in der Luft oder an den Wänden gemessen, sondern Umgebungsbedingungen ermittelt.


Warum ich Thermodetektoren zur Schimmelmessung empfehle

Üblicherweise sind speziellere Instrumente zur Schimmelmessung bzw. Prophylaxe für Laien nur bedingt geeignet. Denn wo nackte Zahlen geliefert werden, ist entsprechendes Fachwissen nötig, um diese Zahlen korrekt zu interpretieren. Ein reines Feuchtigkeitsmessgerät (= Hygrometer ) beispielsweise misst nur den Feuchtegehalt in der Luft. Ein hoher Feuchtigkeitsgehalt allein muss aber nicht zwangsläufig zu Schimmel in der Wohnung führen.
Wer aber nun glaubt, Laser Schimmeldetektoren seien nur was für Profis, der denkt zu kurz. Thermodetektoren sind vielseitig verwendbar, denn sie liefern Antworten auf Fragen, die für jeden wichtig sind, der ein Haus besitzt. Denn letztlich geht es auch darum, wo sich Energie und Heizkosten sparen lassen. Beispiele:
- Wo ist die Fassade schlecht isoliert?
- Wo besteht Bedarf an Wärmedämmung?
- Wo sind Fenster undicht?
- Wo können im Haus gezielt Energiesparmassnahmen eingesetzt werden?

Wer sollte sich einen Thermo-Detektor kaufen?

Thermodetektoren sind also nicht nur ein praktisches Analyse Werkzeug für Schimmel-Sachverständige oder Gutachter, sondern eignen sich für jeden Hausbesitzer, interessierten Laien oder Heimwerker. Die Geräte sind leicht zu handhaben, und sie sind vielseitig verwendbar, da sie sich nicht nur zum Schimmel messen eignen. Da wundert es nicht, dass der Black & Decker TLD100-XJ gleich als "Energiespar-Detektor" beworben wird. Dazu kommt, dass die Preise für viele Thermodetektoren auf einem Niveau liegen, was sie auch für Otto Normalverbraucher attraktiv macht. Günstige Modelle sind schon für etwa 60.- EUR zu haben. Mieten oder leihen lohnt da nicht wirklich.


Schimmel messen mit einem Thermodetektor

Jedes Raumklima wird durch bestimmte Faktoren definiert. Ein Thermodetektor misst diese Umgebungsfaktoren und errechnet dann per Software hieraus das Risiko für Schimmelbefall. Die Theorie dahinter: Stehen Faktoren wie Oberflächentemperatur, Zimmertemperatur oder Luftfeuchtigkeit in einem ungünstigen Verhältnis, dann besteht erhöhtes Risiko, dass Schimmelpilze gedeihen. Es wird also kein Schimmeltest im engeren Sinne durchgeführt, sondern eine Risikoanalyse. Wer damit Schimmelbekämpfung machen will, sollte das verstanden haben.


Anwendung in der Praxis

Thermodetektoren nutzen moderne Lasertechnik. Messungen per Laser sind schnell und einfach, denn sie funktionieren berührungslos. Die handlichen Geräte, oft in Pistolenform, werden einfach auf die fragliche Stelle gerichtet, das erspart mühsames Leitersteigen in hohe Decken oder winklige Ecken.

Schimmel Messgerät

Lasermessung einer potentiell gefährdeten Ecke. Hier mit dem Modell PTD 1 von Bosch.

Danach wird eine leicht verständliche Handlungsempfehlung ausgegeben, je nach Modell und Anbieter als optische Anzeige (etwa: Grün = alles OK, Gelb = Vorsicht ist angebracht, Rot = Hohes Gefahrpotential;), oder als akustische Warnanzeige.

 

Technik und Funktionsweise als Schimmel Messgerät

Ein Thermotetektor ist also kein Schimmeltester, sondern ein Mess-Werkzeug, das Gefährdungpotentiale analysiert. Die Messung der Oberflächentemparatur von Wänden oder Bauteilen geschieht dabei über Infrarot Wärmestrahlung. Jedes Material hat dabei seinen eigenen Emissionsgrad. So verfügen etwa trockener Beton, Gips, Ziegel oder Mörtel über einen hohen Emmissionsgrad (= 0,85). Tapeten beispielsweise haben einen mittleren Emissionsgrad (= 0,75). Temperaturen von Oberflächen lassen sich nur dann richtig messen, wenn der Emissionsgrad definiert ist.

Emissionsgrad

Jedes Material hat eine Energieabstrahlungs-Charakteristik. Diese findet ihren Ausdruck im Emissionsgrad. Je höher der Wert, desto höher die Fähigkeit eines Materials, abzustrahlen.

Um das Messergebnis nicht zu verfälschen, sollte vor dem Messen der Raum gelüftet werden, und danach, so nötig, wieder auf die übliche Raumtemperatur gebracht werden. Das Messgerät wird dann auf das zu messende Bauteil gerichtet. Beim Mess-Abstand sollten die Hersteller-Angaben eingehalten werden; stark reflektierende Oberflächen sollten nicht direkt anvisiert werden.
Im Übrigen ist für korrekte Messungen natürlich ein vorheriger Blick in die Bedienungs-Anleitung angebracht; und wie bei allen Laseranwendungen, so gilt auch hier: Nicht direkt in den Laserstrahl schauen. Verletzungsgefahr für die Augen!


Was wird wie gemessen?

Je nach Ausführung und Bauart wird ein Infrarot Thermodetektor folgende Faktoren messen:
Oberflächentemparatur: Hier wird die Temparatur der Oberfläche eines Objektes ermittelt
Wärmebrücken: Eine interne Software errechnet aus einem Vergleich von Umgebungstemperartur und Oberflächentemperaratur, wo sich eine Wärmebrücke befindet. Warum Wärmebrücken? Wärmebrücken sind Stellen an Wand oder Decke, die schneller auskühlen als die übrigen Bereiche einer Wohnung. Hier ist die Schimmelgefahr besonders hoch.
Schimmelwarnung: Hier vergleicht die interne Software ebenfalls 2 Messwerte: Die Umgebungstemperatur und die relative Luftfeuchtigkeit. Sie ergeben den sogg. Taupunkt. Dieser wird dann mit der Oberflächentemperatur verglichen. Warum Taupunkt? Der Taupunkt ist die Temperatur, wo die in der Raumluft enthaltene Feuchtigkeit beginnt sich als Tauwasser abzuscheiden. Er ist von mehreren Faktoren abhängig. Für die Bildung von Kondenswasser (eine wichtige Ursache für Schimmelbildung) ist entscheidend, ob die Temperatur eines Bauteils niedriger ist als der Tau Punkt.


Mehr als nur Schimmelprophylaxe

Auch wenn Thermodetectoren nicht direkt Schimmel messen und schon gar nicht Schimmel entfernen können: Für die Analyse von Umgebungsbedingungen sind diese Messer allemal ein praktisches Werkzeug. Auch beim Hauskauf leisten sie gute Dienste. Flüchtig übermalte Stellen (weil sie etwas verbergen sollen?) lassen sich damit schnell entlarven - ein Punkt, der auch für Makler und andere Immobilien Experten von Interesse sein dürfte.
Tipp auch für Mieter: Wer im Streit mit seinem Vermieter liegt, weil er sich zu Unrecht dem Vorwurf ausgesetzt sieht, Schimmel in der Mietwohnung verursacht zu haben wegen schlechter Lüftung, der kann hier im Zweifel mit einem schnellen Test auf mangelhafte Gebäude-Isolierung oder Wärmebrücken kontern.
Neben Thermodetektoren gibt es noch einfachere Geräte auf dem Markt, die mit Schimmel-Prophylaxe oder Anzeige werben. Diese Messgeräte, oft als Standgeräte ausgelegt, sind für kleines Geld zu haben. Freilich, Laser- oder Infrarot-Messungen von Bauteilen oder Oberflächen sollte man hier nicht erwarten. Die einfachen Apparate messen nur Temperatur & Feuchte im Raum, wie etwa das Schimmelhygrometer TFA / Wetterladen Edition. Was aber nicht schlecht sein muß, denn so bekommt man durchaus ein Gefühl für gesundes Wohnklima. Die Frage "Was ist das beste Schimmelmessgerät" lässt sich also pauschal so nicht beantworten. Denn letztlich geht es darum: Für was ist das Gerät konzipiert und was kann es leisten.

Testbericht Thermodetektor Bosch PTD 1

Als Architekt nutze ich den Bosch PTD 1 schon seit Jahren. Um es vorweg zu sagen: Das Gerät kann ich uneingeschränkt empfehlen!
Der Bosch PTD 1 verrichtet zuverlässig seinen Dienst und ist praktisch in der Handhabung. Ich nutze das Werkzeug sowohl zur Analyse von Schimmelrisiken, sowie auch für allgemeine Zustandsanalysen von Gebäuden und Wänden. Der optimale Mess-Abstand liegt bei etwa 1 m.
Bei den Warn-Modi steht neben dem Schimmelwarn-Modus auch ein Wärmebrücken-Modus oder ein Oberflächentemperatur-Modus zur Verfügung. Bei den Emissionsgraden können 3 Bereiche eingestellt werden (hoch-mittel-niedrig). Zudem überzeugen hier auch kleine Details, wo man merkt, dass hier mitgedacht wurde, wie etwa die Möglichkeit, neben einer Einzelmessung auch Dauermessungen durchzuführen.

Die Messbereiche des Bosch PTD 1 sind bei Oberflächentemperaturen -20 bis + 200 °C; bei Umgebungstemperaturen - 10 bis + 40 °C; und bei relativer Luftfeuchtigkeit 10 bis 90 %. Die Meßgenauigkeit beträgt +/- 1 °C (10-30 °C); bei der Luftfeuchte +/- 2 %.
Für noch höhere professionelle Ansprüche bietet Bosch das Modell "Thermodetektor GIS 1000 C Professional", das freilich auch im Preis deutlich teurer ist.

Fazit: Bei der Frage "Was ist der beste Thermodetektor" müssen diverse Faktoren für die Bewertung berücksichtigt werden, wie Ausstattung, Technik / Messverfahren, Preis, Handhabung oder Verarbeitung. Und hier ist zu sagen: Für mich ist der Bosch PTD 1 derzeit die Top Empfehlung für interessierte Laien, Heimwerker und Profis gleichermaßen!
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Die Testbedingungen

Wir sind nicht Stiftung Warentest. Unser Vergleich macht aber das, was jede/r vor dem Kauf machen sollte: Online Recherche, Daten vergleichen, und Kundenmeinungen lesen. Dazu treffen wir eine Vorauswahl mit einigen der - unserer Meinung nach - interessantesten Geräte. Das erspart Ihnen Zeit und Arbeit, denn wir präsentieren das Wesentliche kurz und knapp und geben dann eine Kaufempfehlung. Schließlich brauchen die Wenigsten einen umfassenden Marktüberblick aller Anbieter mit sämtlichen technischen Details.
Nutze ich selbst ein Gerät, dann gibt es hierzu einen ausführlichen Testbericht. Erweist sich das Gerät als gut, werde ich dies als "top getestet" auch so empfehlen.


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